Drei farbige, kraftvolle Werke des Künstlers Klaus Stephan fesseln im Zimmer Nr. 103 das Auge, geben dem Raum Kontur und Spannung. Stephan ist Zeichner, Aquarell- und Ölmaler. Er setzt diese traditionellen Medien auf eine Weise ein, die sowohl vollkommen eigenständig als auch absolut zeitgenössisch ist.
Seine Arbeitsweise und seine Themen erzeugen eine ganz spezielle Sinnlichkeit, in die der Gast eintauchen kann. Besonders auffällig ist die klare Leuchtkraft von Stephans Farben. Sie verleiht dem Verhältnis von Figuren und Innenraum eine besondere Intensität. Ein roter Lesesessel auf gelb-rotem „Gabbeh-Teppich“ setzt in der Einrichtung des Zimmers ein interessantes Gegengewicht zu den kraftvollen Bildern.
Ohne Farbe aber ebenso bewegt-bewegend ist die Arbeit von Rudolf Wacker (1893 – 1939). Seine Kohlezeichnung „Frau am Tisch“ entstand um 1935. Wacker wandte sich um 1923 vom Expressionismus der neuen Sachlichkeit zu, deren bedeutendster Vertreter er in Österreich wurde. In seinen Zeichnungen, so auch in „Frau am Tisch“, suchte er jedoch weiterhin den spontanen Ausdruck.